Ulan Ude ist bekannt für die weltgrößte Lenin-Büste. Und wir verbringen eine Nacht in einem Hostel in Sichtweite zu diesem Riesenkopf, bevor wir einen Abstecher zum Baikalsee machen.
Am Abend hören wir laute Musik vor unserem Hostel. Auf dem Platz vor dem Leninkopf wird für eine Militärparade für den kommenden ‚Victory-Day‘ am 9. Mai geprobt. Alle Straßen um den Platz herum sind abgesperrt und der ganze Militärfuhrpark wird zur Schau gestellt. Während die verschiedenen Gruppen im Gleichschritt an Lenins Kopf vorbei ziehen, müssen die Soldaten in dessen Richtung blicken. Nur die Soldaten ganz außen dürfen hinschauen wo sie hinlaufen, damit die Gruppe auch schön gerade läuft. Was für ein Zirkus!
Am nächsten Tag besuchen wir auf unserem Weg zum Baikalsee noch das Ethnographische Freilichtmuseum etwas außerhalb von Ulan Ude. Dort werden vor allem Gebäude aus verschiedenen Epochen der Region Burjatiens gezeigt. Es gehört auch ein kleiner Zoo mit Tieren aus der Region dazu. Bilder davon erspare ich euch lieber. Wölfe und Bären laufen auf den immer selben Wegen in ihren viel zu kleinen Käfigen hin und her. Ein Zeichen dafür, wie schlecht es den Tieren geht.
Von diesem traurigen Anblick können wir uns etwas am Baikalsee erholen. Der See ist beeindruckend und teilweise noch eisbedeckt. Vor der Kulisse eines wunderschönen Sonnenuntergangs über dem See essen wir zu Abend. Wir fahren am Ostufer des Sees entlang und erreichen den kleinen Ort Ust-Baguzin am 9. Mai, also dem ‚Victory-Day‘, an dem Russland seinen Sieg im 2. Weltkrieg feiert. Auch hier gibt es auf dem Dorfplatz eine große Feier, das ganze Dorf ist auf den Beinen. Kinder tragen schief gesungene Lieder vor und tanzen in ihren bunten Kleidern. Danach fahren wir zur Halbinsel, die unter Naturschutz steht. Hier soll es Baikal-Robben geben, die einzigen, die im Süßwasser leben. Leider bekommen wir bei unserem Besuch keine zu Gesicht.
Wir machen uns auf den Rückweg nach Ulan Ude, wo wir uns nochmal mit Lebensmitteln eindecken. Auf dem Weg Richtung Süden zur Mongolischen Grenze besuchen wir noch den buddhistischen Temperlkomplex ‚Ivolginsky Datsan‘. Leider verstehen wir nur sehr wenig von dem was wir sehen. Wir finden leider keinen englischsprachigen Guide, der uns über die Bedeutung der verschiedenen Gebäude und Gebetsstätten aufklären könnte. Manchmal ist es doch sehr frustrierend, wenn man die Landessprache nicht beherrscht. Trotzdem bewundern wir die schön verzierten Tempel und die beeindruckende Anlage.
























Hi.
ich hasse s.g. Reisende, die sich über alles lustig machen, was ihren bescheidenen Denkspiralen nicht entspricht. Wenn es in Ulan Ude Tradition ist, des Endes von ww2 zu gedenken, sollte das schlicht und einfach akzeptiert werden. Ich persönlich lege keinen Wert darauf, dass man in anderen Ländern Kirmes feiert wie bei Euch in Castrop Rauxel.
C.T.
Ich habe mir das gleiche gedacht wie mein Vorredner, als ich es gelesen habe. Andere Kultur und Bräuche sollte man tolerieren und versuchen zu verstehen, warum es so gemacht wird? Finde viel Kontakt mit den einheimischen bringt oft die Aha Erlebnisse. Gruß Waldemar