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Mongolei: Khorgo Nationalpark und Ulan Bator

Ovoos am Terkhiyn Tsagaan Nuur

Wir sind am heimlichen Ziel unserer Weltreise angelangt, in der Mongolei! Wir sind beeindruckt von der weiten und einsamen Landschaft, der kargen Schönheit der Steppen und Wüsten und der warmherzigen Offenheit der Mongolen.

Unser erstes Ziel in der Mongolei ist der Khorgo Nationalpark, rund 600 km westlich der Hauptstadt Ulan Bator. Hier hat der vor etwa 8000 Jahren erloschene Khorgo-Vulkan eine spektakuläre Lavalandschaft erschaffen. Der Fluss am Fuße des Vulkans hat sich durch den Lavastrom zum ‚Terkhiyn Tsagaan Nuur‘ (Nuur = See) aufgestaut, an dessen Ufer Menschen aus Lavabrocken sogenannte ‚Ovoos‘ aufgestapelt haben. Diese ‚Ovoos‘ finden sich auch sonst an vielen Stellen in der Mongolei, häufig an der höchsten Stelle eines Gebirgspasses oder an Wegkreuzungen. Es sind meist Steinhaufen oder Holzkonstruktionen, die mit blauen Bändern (als Wind- oder Himmelssymbol) geschmückt und Teil des Volksglaubens sind.

Vom Khorgo-Nationalpark geht es in die Hauptstadt Ulan Bator. Sie ist mit Abstand die größte und modernste Stadt der Mongolei. Hier leben mehr als 40% der Gesamtbevölkerung. Die Stadt hat ein paar hübsche Flecken, ist aber alles in allem keine Schönheit. Es gibt so ziemlich alles was es auch in deutschen Städten gibt und einiges darüber hinaus. Besonders lustig finden wir die kleinen Autos, die man hier an jedem größeren Platz mieten kann und mit denen Eltern ihre Kinder herumfahren können – ferngesteuert. Es bleibt die Frage für wen das der größere Spaß ist, Kind oder Eltern?

Ich komme sogar in den „Genuß“ die ärtztliche Versorgung in der Hauptstadt auszuprobieren. Wir sind überrascht über die freundliche und informative Behandlung. Besser als bei manch deutschen Ärtzten.
Im Hostel treffen wir auf eine deutsche Fahrrad-Touristin, die von Hamburg nach Moskau geradelt, von dort mit der Transsibirischen Eisenbahn bis zum Baikalsee gefahren und mit dem Rad weiter nach Ulan Bator gefahren ist. Wie sich herausstellt, ist sie ebenfalls Gleitschirmfliegerin und kennt einen guten Platz zum Fliegen. Während ich mich also von meiner Krankheit im Hostelbett erhole, kann Holger sich tagsüber mit Gleitschirmfliegen beschäftigen. Natürlich schaut er in regelmäßigen Abständen nach mir und erfüllt mir meine im Fieberwahn geäußerten Essenswünsche. Zum Glück gibt es ja alles hier, auch aus Deutschland importiertes Studentenfutter und Chipsletten. 🙂