Nach 4 Wochen USA-Durchquerung mit vielen tollen Erlebnissen sind wir gestern abend in Seattle angekommen und wollen uns in den verbleibenden 2 Tagen die Stadt und die Umgebung anschauen, bevor es dann am Sonntag Richtung Vladivostok geht.
Als wir am Abend Seattle erreichen, treffen wir uns als Erstes mit Tanya, die uns die kommenden Tage bei sich aufnimmt. Weil sie weiß, dass wir nur wenig Zeit in Seattle haben, hat sie schon einen Plan ausgearbeitet, wie wir möglichst viele unterschiedliche Eindrücke von der Stadt und ihrer Umgebung mitnehmen können. Und es geht auch schon gleich los! Wir besteigen den Wasserturm auf dem Capitol Hill, machen eine kurze Stadtrundfahrt an einigen Sehenswürdigkeiten vorbei und fahren weiter nach West-Seattle, von wo aus man den besten Blick über die Skyline hat.
Für den nächsten Tag steht Sightseeing in Downtown auf dem Plan. Auf dem Weg zur Arbeit setzt Tanya uns in der Stadt ab und wir besuchen unter anderem die architektonisch ansprechende Stadtbibliothek und den Pike Place Market, der mit Waren aller Art aufwartet und in dem ein geschäftiges Treiben herrscht. Außerdem machen wir eine Stadtführung der etwas anderen Art:
Unter der eigentlichen Stadt gibt es eine weitere Stadt im Untergrund! Seattle lag bis zum Ende des 19. Jahrhunderts quasi ein Stockwerk tiefer. Leider war die Stadt schlecht geplant und das Wasser aus der Bucht unterspülte die Straßen, in denen sich riesige Löcher auftaten. Zu allem Überfluß war das Abwassersystem so schlecht, dass ein übler Geruch über der ganzen Stadt lag. 1889 legte ein großes Feuer die Stadt in Schutt und Asche. Das war die Gelegenheit alles wieder von Grund auf aufzubauen – nur diesmal besser! Um dem Unterspülungsproblem aus dem Weg zu gehen, wurden in einer sieben Jahre andauernden Baumaßnahme alle Straßen ein Stockwerk höher gelegt, in dem man eine Schicht Mauersteine darauf baute. Die Gebäude, die zwischenzeitlich bereits wieder aufgebaut wurden, mussten sowohl einen Eingang im ersten als auch im zweiten Stock haben. Am Schluss wurden die Gräben zwischen Straße und Gebäuden geschlossen und so entstand eine unterirdische Kellerstadt, von der wir nun einen Teil besichtigen können.
Am letzten Tag unseres Seattle-Besuchs bringt uns Tanya zur Whidbey Island, wo wir durch Kunstgalerien und kleine Lädchen schlendern, eine Schnapsbrennerei und ein Weingut besuchen und am Strand spazieren gehen. Ein gelungener Abschluss für unseren USA-Besuch!
- … mit unserer Fremdenführerin/Couchsurfing-Gastgeberin Tanya
- Seattle Skyline
- Auch Seattle besitzt eine Freiheitsstatue – eine wesentlich kleinere als das Original!
- Alle Welt besucht die Pike Place Markets
- Tanya findet die verrücktesten Fotomotive!




















