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Serranias de Zapla

Der Campingplatz, den wir hier gefunden haben stellt sich nicht als Niete heraus, ganz im Gegenteil: Es ist ein altes Bergwerksdorf, dass vor 20 Jahren als Naturreservat deklariert wurde und das einige Zeit für Abenteuertourismus genutzt wurde. Leider ist es mitlerweile sehr runtergekommen, aber vor etwa einem halben Jahr haben es Privatleute gekauft und sind nun dabei es wieder auf Vordermann zu bringen. Die Campingplatz-Infrastruktur ist noch nicht wieder hergestellt und das Stromnetz wird zur Zeit gerade erneuert. Das bedeutet, dass wir die meiste Zeit kein Strom und damit auch kein Licht auf dem Platz haben. Aber das macht uns nicht aus.Die positiven Seiten überwiegen: Wir haben uns den besten Stellplatz ausgesucht, von dem aus man einen tollen Blick ins Tal hat. Die verlassenen Gebäude um uns herum erkunden wir natürlich fleißig, vor allem Holger. Ein bisschen wie in einer Geisterstadt. Vor allem, weil es sonst keine anderen Gäste gibt. Nur die wenigen Leute, die hier wohnen, bzw. die mit der Renovierung beschäftigt sind. Es gibt sogar ein altes, verlassenes Theater, dass wir bei Nacht erkundet haben. Spannend!

Es gibt eine Menge toller Tiere hier. An einem Morgen sind wir aufgewacht und haben festgestellt, dass sich im Baum direkt über unserem Auto eine Gruppe von etwa 15-20 Tukanen niedergelassen hat. Toll! Irgendwann sind sie zum nächsten Baum weiter geflogen, aber wir hatten unsere tollen Fotos und ein schönes Erlebnis. Am Abend, wenn es dunkel ist (und das Licht gerade nicht geht), dann „funkeln“ die Bäume um uns herum mit dem tollen Sternenhimmel um die Wette: Tausende kleine Glühwürmchen bzw. Leuchtkäfer sitzen in den Bäumen und blinken. Unsere ganz private Light-Show!

Bei einem seiner Erkundungsausflüge in der Umgebung hat Holger ein Tier gesehen, dass er nicht recht zuordnen konnte: Etwa 50m vor ihm auf dem Weg saß das graue Tier, das von Weitem wie ein großer Hund mit sehr großem Kopf aussah. Als es ihn bemerkte, kam es auf ihn zu. Wir hatten davon gelesen, dass es in den Nationalparks in dieser Region Jaguare und Pumas gibt. Ein bisschen mulmig war es Holger also nun schon. Deswegen stellte er sich aufrecht, dem Tier zugewandt hin. Das zeigt schonmal Wirkung, denn es blieb es stehen. Als Holger dazu noch Fauchgeräusche machte, kehrte es um und ging in die andere Richtung davon. Sicherheitshalber behielt Holger dann trotzdem sein Taschenmesser griffbereit. Später erzählt man uns, dass es in diesem Naturreservat tatsächlich Pumas gibt, gegen die man sich mit einem angespitzten Stock wehren solle. Na, ob das hilft? 🙂

Am Nikolaustag kehrt nun doch etwas Leben in die vermeintliche Geisterstadt ein. Ein paar Jungs schlagen ihr Zelt neben uns auf, eine Familie bezieht ihr Ferienhaus in unserer Nähe, immer mehr Autos rollen an. Und dann hören wir allmählich lauter werdenden Gesang und sogar Megafon-Durchsagen. Eine Marienprozession mit etwa 50 Leuten zieht über das Gelände, auf dem es auch eine kleine Kirche gibt. Nach den letzten, gespenstisch ruhigen Tagen, an dem wir nur vereinzelt Menschen gesehen haben, wirkt das schon etwas ulkig… Die nächsten 3 Tage bleibt es belebt, denn es sind Feiertage. So haben wir auch mal ein bisschen Gesellschaft!

4 Kommentare

  1. WolfgangBhv sagt:

    Moin,
    schöne Tour und Bilder.Es wäre schön wenn ihr eine Karte mit den Orten einbinden könntet.

    Gruß Wolfgang

  2. Melissa sagt:

    Hallo Hallo
    ich hoffe ihr hattet schoene Weihnachten, wo auch immer, und kommt gut ins Neue Jahr! Fahrt vorsichtig und weiterhin viele tolle Eindruecke!
    Bis bald! 🙂

    • Tosia sagt:

      Wir hatten tolle Weihnachten und einen schönen Jahreswechsel (guckst du hier:Wüstenweihnachtund hier:Jahreswechsel). Habt ihr ähnlich exotisch gefeiert im schönen Kapstadt?

      • Melissa sagt:

        Wir haben sowohl Weihnachten als auch Silvester gegrillt 🙂 Haben uns zwar eine kanadische Fichte „Made in China“ in Wohnzimmer gestellt, aber Weihnachtsstimmung kam trotzdem nicht wirklich auf. Silvester gab es Feuerwerk am Strand, das war sehr schön. 🙂