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Nazca und Huacachina

Oase HuacachinaAuf dem Weg von Iquique nach Lima kommen wir an Melonenfeldern und unzähligen Olivenbäumen vorbei und besuchen zwei Highlights:

Die Nazca-Linien und die Oase Huacachina bei Ica.


 

Aber zunächst müssen wir die Grenze passieren. Das bedeutet, dass wir erstmal aus Chile ausreisen müssen. Das wollen allerdings gerade recht viele Leute, sodass wir erstmal eine halbe Stunde in der Schlange stehen, bis uns der Herr am Schalter erklärt, dass wir zwei Dokumente ausfüllen müssen. Die Dokumente bekommen wir im Nebengebäude im 2. Stock. Der Wegbeschreibung folgend kommen wir in eine Art Kantine. Tatsächlich werden hier an der Kantinenkasse die entsprechenden Formulare ausgegeben – gegen Gebühr, versteht sich. Glücklicherweise hat sich die Schlange fast aufgelöst und wir können bald „auschecken“. Kurz hinter der chilenischen Grenzstation kommen wir zur peruanischen Station. Hier erklärt man uns, dass wir Gepäck ausräumen müssen, damit der Zoll das leere Auto anschauen kann. Das Gepäck würde dann einzeln durchleuchtet werden. Ohje! Wie soll das gehen, unser komplettes Auto ist ja quasi unser Gepäck! Es hilft jedoch nichts, wir müssen das Auto leer räumen. Aber wir haben Glück, es reicht, wenn wir unsere Boxen und alle losen Gepäckstücke rausnehmen; die eingebauten Möbel und auch die Kleidung im Schrank darf drinbleiben. Wir schnappen uns also zwei Rollwagen, packen beide voll und bringen sie zum durchleuchten. Was wir nicht wussten: Auch in Peru ist es nicht erlaubt Früchte und Fleisch einzuführen. Wie blöd, dass wir gestern erst unsere Vorräte aufgefüllt haben. Dahin sind all unser schönes Gemüse und Obst und auch die leckeren Hähnchenschenkel! Dafür läuft die Kontrolle des leeren Autos dann reibungsfrei. Nach insgesamt 5 Stunden haben wir den Grenzübertritt endlich geschafft.

Wir werden mit einem leckeren Abendessen in einem einfachen Strandrestaurant mit sehr netten und hilfsbereiten Betreibern und einem Blick auf den Sonnenuntergang über dem Meer entschädigt. Unser weiterer Weg führt uns an Nasca vorbei. Natürlich müssen wir einen Blick auf die berühmten Linien im Wüstenboden werfen. Von einem Aussichtsturm aus kann man zwei der riesigen Erdbilder anschauen. Sicherlich würde man die Linien bei einem Rundflug besser anschauen können, aber diesen Luxus leisten wir uns nicht. Dafür leisten wir uns an der nächsten Sehenswürdigkeit einen anderen Luxus: Kurz hinter Ica biegen wir zur Oase Huacachina ab. Sie liegt inmitten hoher Dünen und schon am Ortseingang werden wir von jungen Männern belagert, die uns eine Tour in einem Sandbuggy verkaufen wollen. Nachdem wir uns ein wenig auf eigene Faust in der grünen Oase rund um einen kleinen See umgesehen haben, buchen wir tatsächlich eine Privattour. Mit einem geländegängigen Buggy fährt unser Guide uns über die umliegenden Dünen, die sich kilometerweit um den Ort erstrecken. Unser Fahrer vollführt wahre Kunsstücke und halsbrecherische Manöver und wir fühlen uns wie in einer sandigen Achterbahn.

Von dieser Aufregung erholen wir uns im kleinen Badeort San Bartolo. So nah an Lima wollen wir nicht wild campen, also gönnen wir uns einen Aufenthalt im Hostal – mit Meerblick vom Bett aus!

Kilometerweite Dünen