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Iquique

Iquique von oben

Wir verbringen einige Tagen in Iquique und versuchen hier unser Glück mit der Verschiffung nach Russland.

Wie gut, dass die Stadt nebenbei ein Mekka für Gleitschirmflieger ist!


In den Abendstunden schweben über Iquique viele bunte Gleitschirme, die sich vom Startplatz oberhalb der Stadt hinunter zum Strand tragen lassen. Wir sprechen mit einigen Gleitschirmfliegern und erfahren, dass es ein weiteres schönes Fluggebiet im Süden der Stadt gibt, an dem man vor allem abends sehr gut „soaren“ kann. Der Hügel ist tatsächlich bis zum Sonnenuntergang gut besucht. Nach Sonnenuntergang nutzen wir die Stelle als Schlafplatz und kehren auch an den nächsten Abenden immer wieder hierher zurück. Auch Holger packt seinen Schirm gelegentlich aus und macht ein paar Übungen am Boden („Ground-Handling“) oder lässt sich von den warmen Winden nach oben tragen.

Tagsüber versuchen wir immer wieder unsere Verschiffungspläne voran zu treiben. Mit mäßigem Erfolg. Wir fühlen uns ein wenig im Kreis geschickt: Einige Reedereien verweisen uns an sogenannte Freight Forwarder, Shipping Agencies oder Agencias de Aduana (Zollagenten), die uns angeblich mit allem helfen können. Von den entsprechenden Agenturen werden wir gebeten zunächst einmal selbst eine Verschiffung bei einer Reederei zu buchen. Manchmal bekommen wir auch zu hören, dass die Firmen nicht mit Privatpersonen zusammenarbeiten.

Da wir so nicht viel weiter kommen und per Email ein scheinbar gutes Angebot für eine Verschiffung von Lima aus bekommen, beschließen wir unsere Zelte in Iquique abzubauen und dort unser Glück zu versuchen. Wir hoffen, dass wir außerdem in der russischen Botschaft in Lima an ein Visum für Russland kommen. Nach 9 Tagen in Iquique brechen wir auf in Richtung unseres nächsten Ziels: Lima, Peru.