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Argentinische Atacamawüste

Vom Salar Antofalla nach Fiambalá:

Über schier endlose Salzseelandschaften fahren wir durch die Einsamkeit der Atacamawüste. 


 

Hier gibt es nur wenige, kleine Ortschaften. Am Salar Antofalla treffen wir auf einen Mann mit Hund, der uns um etwas Wasser bittet. Wir nehmen ihn ein Stück mit in Richtung Antofagasta de la Sierra, bis er mitten im Nirgendwo aussteigen möchte. Wir geben ihm noch etwas Essen und Wasser mit und er bittet uns eine Nachricht an seinen Bruder in Antofagasta zu überbringen. Wir willigen ein und er schreibt einige wenige Sätze auf einen Zettel. Da wir der spanischen Sprache immernoch nicht ganz mächtig sind, überlegen wir, ob wir seine Nachricht „bitte komme mich am 30. (Dezember) suchen, da ich dem Puma gefolgt bin“ vielleicht doch falsch verstanden haben… Nach ein paar Fehlanläufen finden wir den Gesuchten in dem kleinen Örtchen und überbringen den Zettel an den Bruder, der nicht überrascht scheint. Wir erfahren, dass tatsächlich in der letzten Zeit ein Puma sein Unwesen getrieben hat und die Nutztiere der Gegend angefallen hat.

Außerdem erhalten wir von der örtlichen Polizei noch einen Reisetip für unsere Weiterfahrt: Wir sollen für unsere Fahrt zum Grenz- und Gebirgspass „Paso San Francisco“ unbedingt am „Campo Piedra Pomez“ und weiter am kleinen Ort Las Papas nach Fiambalá fahren, die Strecke sei wunderschön. Also folgen wir dem Tip und sind dankbar, denn die Route beschert uns tolle Eindrücke und Ausblicke.

Als erstes kommen wir kurz hinter Antofagasta an einer hübschen Lagune vorbei, an der wir Flamingos entdecken. Danach fahren wir an einer Sanddüne vorbei, die Holger unbedingt erklimmen muss. Das „Campo Piedra Pomez“ stellt sich dann nicht etwa als Pommeslandschaft heraus, sondern als zerklüftete Landschaft aus wie hingewürfelten Bimssteinen. Beeindruckend! Die weitere Fahrt wird dann zunehmend sandiger und wir fahren uns fest – mal wieder! Aber wir sind mittlerweile routiniert und schaufeln die Räder frei, legen Bretter davor und Holger fährt ein Stückchen. Diesen Vorgang wiederholen wir (vor allem Holger) in den nächsten 3 h etwa 20-30 mal, dann sind wir wieder auf einem Stück auf dem wir mehr Halt haben. Alles halb so wild! Holger ist entsprechend fertig und wir übernachten an Ort und Stelle. Am nächsten Tag werden wir von den tollen Ausblicken ins Tal und auf die Gebirgslandschaft belohnt. Unten im Tal führt uns die Straße dann nicht nur an einem Fluß vorbei, sondern streckenweise mittendurch.

In Fiambalá angekommen rüsten wir uns für die Grenzüberquerung nach Chile aus. Da man dort keine frischen Lebensmittel wie Fleisch, Gemüse, Obst einführen darf, decken wir uns für die nächsten Tage ausnahmsweise mit Dosenfutter ein. Dann setzen wir unseren Weg Richtung Grenze fort.

1 Kommentar

  1. Maria sagt:

    Hallo ihr lieben Zwei
    Mein Lieblingsbild ist das von der Dünenbesteigung. „Was sind wir doch für kleine Würstchen“ das war mein erster Gedanke. Ihr habt so tolle Erlebnisse und Eindrücke – einfach nur gigantisch. Weiterhin viele neue Eindrücke.
    Herzlichst Mama